Todenwarth Spätsommer 2016

Oktober 15th, 2016

Kontakt:

Familie Dres. Halbig –  Todenwarth 1 – 98597 Fambach

Tel.: 036848-31401      j.halbig@todenwarth.de

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Lebensspuren eines Todenwarth um 1800, Sonnabend, 29. Oktober 19 Uhr

Oktober 23rd, 2016

Eine Veranstaltung des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde, Zweigverein Schmalkalden und des Freundeskreis Todenwarth

 

Herzliche Einladung auf die Todenwarth am Sonnabend den 29. Oktober  um 19 Uhr:

Vortrag zu Lebensspuren eines Todenwarth um 1800

Weimar vor 200 Jahren

Weimar vor 200 Jahren

 

Christoph Gottfried Carl Wolff von Todenwarth und seine Familie – Page am Weimarer Hof unter Herzog Carl August von Sachsen – Weimar – Eisenach – langjähriger Oberaufseher der Eisenacher Zeichenschule

 

Jochen Halbig

MDR KULTUR – Feature: Der verwegene Baron – Mi 12.10. 22:00Uhr

Oktober 15th, 2016

“Der verwegene Baron “Paul Berlin ca.Jan.15..
Flucht aus Sibirien und Dschihad für den Kaiser

Von Lorenz Schröter; Nikolai von Koslowski
(Ursendung)

Paul Freiherr Wolff von Todenwarth (1876-1965) entstammt einem Adelsgeschlecht aus Thüringen und wurde auf einer Burg an der Werra bei Schmalkalden geboren. Er floh im Ersten Weltkrieg aus einem sibirischen Gefangenenlager, schlug sich als Kosake verkleidet bis Peking durch und reiste mit der Transsibirischen Eisenbahn, vorbei am Gefangenenlager, zurück ins Deutsche Reich. Das Kriegsministerium schickte ihn als Geheimagent nach Libyen, um die Araber zum Dschihad gegen die italienische Kolonialmacht aufzuwiegeln. Der Baron versuchte in Libyen eine Funkstation aufzubauen und versprach der strenggläubigen Senussi-Brüderschaft Waffen. Er wurde gefangen genommen und nach dem Ende des Ersten Weltkrieges freigelassen. Ein arabischer Fürst gab ihm ein Reitkamel als Dankesgabe für den deutschen Kaiser mit. Da es nicht in das U-Boot passte, wurde es ins Meer getrieben, ein U-Boot fuhr unter das Tier und schipperte es im Schneckentempo nach Italien, wo das Tier in einen Zoo kam.
Nach dem Ersten Weltkrieg heiratete der Baron. Sein Sohn, den er zum Heldentum anspornte fiel im Zweiten Weltkrieg.

 

Seine letzten Jahre verbrachte Paul Freiherr Wolff von Todenwarth als Bauer in Altötting. Jahrzehnte später begeben sich sein Großneffe Nikolai von Koslowski und Lorenz Schröter auf Spurensuche, reden mit Zeitzeugen und Verwandten und entdecken dabei ein lang gehütetes Familiengeheimnis.

Nikolai von Koslowski, begann als Reporter beim Zündfunk im Bayerischen Rundfunk und arbeitet heute als freier Autor und Regisseur für verschiedene ARD Feature- und Hörspielabteilungen. Für seine Arbeiten erhielt er zahlreiche Auszeichnungen; zuletzt den Deutschen Hörbuchpreis 2014 für “Fallbeil für Gänseblümchen” und den Robert Geisendörfer Preis 2014 für das “Hacker-Syndrom”. Verschiedene Lehrtätigkeiten und Coach der EBU Master-School.

Der Schriftsteller Lorenz Schröter besuchte die Walddorfschule in München und wurde Anfang der 1980er-Jahre als Punk-Musiker bekannt. Er studierte Kommunikationswissenschaft in München, startete eine Journalistenlaufbahn und schrieb unter anderem für die Magazine Elaste und Tempo. Im Zündfunk auf Radio Bayern 2 machte er seine ersten Hörfunkerfahrungen. Lorenz Schröter reiste mit dem Fahrrad um die Welt und 1998 mit einem Esel quer durch Deutschland.

Regie: Nikolai von Koslowski
Produktion: MDR/BR/WDR 2016             (59 Min.)

http://www.mdr.de/kultur/empfehlungen/feature-der-verwegene-baron100.html

Anschrift MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Hauptredaktion Kultur – Postfach 10 01 22

06140 Halle/Saale

MDR-Telefonzentrale: 0341-3000

Eindrücke vom Denkmaltag 2016

Oktober 15th, 2016

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Fränkische Orgel trifft russische Blechbläser

Juli 27th, 2016

Eine einmalige Kombination von Instrumenten erlebte das Publikum beim Orgelsommer am Schloss Todenwarth: Neben dem Blechbläser-Quartett sorgte eine Open-Air-Konzert- Orgel für Hörvergnügen.

Von Tino Hencl

Todenwarth - Petrus muss ein Freund von Orgelmusik sein – ein Indiz dafür gab es jedenfalls am Samstagnachmittag im Park von Schloss Todenwarth bei Fambach: Der 25. Thüringer Orgelsommer machte dort mit einem Freiluftkonzert Station. Rechtzeitig vor Konzertbeginn ließ der morgendliche Starkregen nach, um letztlich der Sonne und blauem Himmel Platz zu machen.

Grund genug zur Freude beim Schlossherrn Jochen Halbig und natürlich bei Theophil Heinke, der als Kantor, Organist und Mitorganisator der Konzertreihe noch Zeit fand, sein Instrument zu stimmen. Das erwies sich als nicht alltäglich: Zu spielen war diesmal auf einer nahezu einmaligen großen Open-Air-Orgel, welche die Orgelbaufirma Hoffmann und Schindler im unterfränkischen Ostheim entwickelt und auf einem Lkw installiert hatte. Das Hörerlebnis war beeindruckend, wenngleich die Akustik wegen fehlender Räume vom gewohnten Klangbild abwich. Dafür konnten die 80 Zuhörer beim Spiel den Blick auf die Natur, dazu das Rauschen des Windes und Zwitschern der Vögel genießen.

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Mit besonderen Fähigkeiten gesegnet zeichnete sich das Heinke zur Seite stehende Blechbläser-Quartett “Neva Brass” aus. Die vier Vollblutmusiker aus dem russischen Sankt Petersburg verstanden es vom ersten Moment an, das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Egal ob es sich um für Oper oder Ballett, für Streicher oder Piano komponierte Stücke handelte – Dimitry Smirnov, Sergey Bayev, Viacheslaf Minnikov und Andrey Bykow schafften es, mit Tuba, Flügelhorn sowie Piccolo- und anderen Trompeten faszinierende Arrangements darzubieten. Zu hören waren so bekannte Stücke wie der “Canon in D-Dur” von Johann Pachelbel, der “Einzug der Königin von Saba” aus dem Oratorium “Salomon” von Georg Friedrich Händel oder “Eine kleine Nachtmusik” von Wolfgang Amadeus Mozart.

Da übernahm die S-Moll-Trompete den Part der 1. Geige, die B-Trompete den Part der 2. Geige und so weiter und so fort. “Schön, schnell und sauber” kommentierte dazu Viacheslav Minnikow, der zugleich als Moderator fungierte. 15 Jahre studiere man in Russland bis zum wirklich professionellen Bläser, ließ Minnikov wissen – angesichts der perfekt gelungenen Adaptionen stellte das Publikum diese Aussage nicht in Frage.

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Theophil Heinke als begnadeter Organist stellte an der “Königin der Instrumente” sein Können ein weiters Mal unter Beweis. So war das “Praeludium G-Dur” von Johann Sebastian Bach ebenso im Park von Schloss Todenwarth zu hören wie Vincenzo Bellinis “Sonata per Organo” oder auch John Arthur Meales “A Summer Idyll”. Werke von Max Reger – Toccata in D-Moll und Fuge in D-Dur – fehlten nicht: Der Orgelsommer gedenkt dem 100. Todestag des Komponisten in diesem Jahr.

“Kein Konzert ohne Zugabe”, meinte Minnikov nach langanhaltendem Applaus der Zuhörer. Und nicht nur Klassik hatte das Quartett im Repertoire. George Bizets “Habanera” etwa war vielen Gästen als Arie aus dem Musical “Carmen” in guter Erinnerung. Sergey Bayev spielte dabei nicht nur Trompete, sondern steuerte mit einer Hand mittels Kastagnette die passende Schlagzeug-Begleitung bei. Irwing Berlins Jazz-Ohrwurm “Puttin’ on the Ritz” stammt von 1929 – Andrey Bykow ließ sich sogar zum Tänzchen während der Aufführung hinreißen – mitsamt seiner acht Kilogramm schweren Tuba, versteht sich.

Kurzum: Ein gelungenes Konzert der Extraklasse unter freiem Himmel, welches allen, die dabei waren, lange in Erinnerung bleiben wird. 

2. Jahresbrief 2016

Juli 26th, 2016

Liebe Freunde der Todenwarth,

täglich schau ich im Internet nach dem voraussichtlichen Wetter am 23. Juli. Nach heutigem Stand gibt’s „leichten Regen“. Das passte gar nicht zum Open- air- Konzert bei uns im Rahmen des Thüringer Orgelsommers. Doch es sind noch 6 Tage bis dahin, alles kann sich noch ändern, also die Hoffnung nicht aufgeben. Letztes Jahr begann es zu regnen, als das die Musik verklungen und die beiden Kleinorgeln im Transporter verstaut sowie die 90 Besucher im Trockenen waren.

Ich lade hiermit noch einmal herzlich zum Konzert am nächsten Sonnabend 16.00 ein (Neva- Brass- Ensemble aus St. Petersburg und Großorgel, montiert auf einen Lastwagen) – zur Sicherheit Regenschirm mitbringen! Leichtsinnigerweise hatte ich dem Veranstalter zugesagt, für Kaffee und Kuchen zu sorgen. Egal wie das Wetter wird – backen muß ich. Und mache es auch gern. Trotzdem würde ich mich auch über Kuchenspende freuen- selbstgebackenen natürlich. Oder über Hilfe beim Kaffeekochen bzw. bei der Gästeversorgung vor und nach dem Konzert.

Paul Wolff von Todenwarths Tafelklavier ist inzwischen auf der Warthe. Die   damals perfekt arbeitende Firma, die unseren langjährigen Leihflügel vor einem Jahr nach Wien gebracht hatte, war nicht mehr auffindbar. Im „Netz“ vertreten mit einigen Adressen und Telefonnummern, doch auf E -mails und Anrufversuche keine Reaktion. Michael Leifer bin ich dankbar dafür, dass er den Transport übernommen hat. Moritz und ich waren Ende April also mit Michael auf dem Schneideraichhof bei Altötting, mit dortiger Unterstützung wurde das alte Tafelklavier (das sicher seit über 60 Jahren kaum einen Ton mehr von sich gegeben hat) neben anderen mehr oder weniger brauchbaren Fundstücken in Ofenmanns Transporter verstaut. Es ist einiges am Klavier zu reparieren, vor allem aber ist es eine Herausforderung für den Klavierstimmer, es wieder richtig zum Klingen zu bringen. Es sollte ja eigentlich wohltönender Abschluss werden für ein Rundfunk- Portrait, welches Regisseur Nikolai von Koslowski über Paul W.v.T. produziert und das im Oktober im MDR und anderen Programmen gesendet werden soll. Auf dem Schneideraichhof wurden ein paar „Misstöne“ aufgenommen, auch auf der Warthe schon besser klingende, nachdem Julius Kubisch, junger Klavierstimmer aus Meiningen, dieses historische Instrument schon einen Tag bearbeitet hatte. Doch Pauls abenteuerliches Leben hat so viel zu bieten, das bei einer knapp einstündigen Sendung sowieso nur Zeit für ein paar Takte bliebe. Ich bin gespannt aufs Ergebnis.

Über drei neue (und sicher aktive) Mitglieder in unserem Verein bisher in diesem Jahr freue ich mich: Axel Möller aus Fambach war schon als Gast bei unserer letzten Jahresversammlung dabei, Dorothea Meuschke und Katrin Sommer seit dem Frühlingsfest des Hessischen Geschichtsvereins am 7. Mai.

für e.mail

Bei Diesem gemeinsamen Nachmittag der Schmalkalder Sektion des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde mit unserem Freundeskreis kann man nach 6 Jahren schon von einer guten Tradition sprechen. Es war ein gemütlicher Nachmittag bei guten Gesprächen, Kaffee und Kuchen sowie dem sehr gut aufgenommenen Konzert mit Ralph Schüller und Bastian Bandt, zwei „Lieder- machern“ aus Leipzig.

Todenwarth war erstmals dabei am „Tag der offenen Gärten“ im Landkreis. Dieser Tag wird anscheinend recht gut angenommen, wenn auch die Organisationsform mir nicht so ganz gefällt. Welche Gärten beteiligt sind, erfuhr ich auf Umwegen, die Liste bekamen Besucher in einem der zwei sogenannten „Eingangsgarten“, also im Rußwurmschen Haus oder in Garten der Familie Krampe in Rippershausen. Doch es wurde ein sehr angenehmer Tag mit lieben Freunden und etwa 60 sehr interessierten Gästen aus Erfurt, Eisenach, Rudolstadt und vielen weiteren Thüringer Orten.

Erinnern möchte ich noch an den diesjährigen Vereinsbeitrag – wer ihn noch nicht überwiesen hat, möge das bitte in den nächsten Wochen tun. Kontonummer wie immer in der Fußzeile 1. Seite. Und bitte Daumen drücken oder in anderer Form passendes Wetter für Konzert am 23. Juli herbeizaubern!

Herzlichen Gruß von der Todenwarth –Euer Jochen Halbig

Liebe Freunde der Todenwarth,

April 16th, 2016

mit dem Osterfest ist ein Viertel des Jahres 2016 schon wieder Geschichte. Noch ist nichts passiert im „Vereinsleben“ dieses Jahres, die sachlich korrekt und im Anschluss gemütlich verlaufende Jahresversammlung am 27. Dezember war unsere letzte Zusammenkunft. Hier nun einige Informationen zu dem, was geplant ist 2016, wozu teilweise auch gern die tätige Hilfe von Freunden in Anspruch genommen wird. „Jahreswolf“ ist der vor 200 Jahren auf Todenwarth verstorbene Christoph Gottfried Karl Wolff von Todenwarth, Oberbaudirektor und Kammerrat im Herzogtum Sachsen- Weimar- Eisenach. Einiges an Archivarbeit ist noch nötig, um im Herbst genügend Material für einen interessanten Vortrag zusammen zu bekommen. Hier nur so viel: er heiratete 1809, sein einziger Sohn wurde 9 Jahre zuvor geboren- von einer anderen Frau. Und von dem, was er künstlerisch im Leben gemacht hat, sind mir bisher nur Bilder bekannt, welche die Wartburg in der Landschaft zeigen und schon kurz nach der Entstehung in Kupfer gestochen koloriert auf der Wartburg verkauft wurden – bis in die letzten Jahre. Hier eine dieser 8 Ansichten:

Wartburg 3

Im April wird uns, gemeinsam mit Mitgliedern des Hessischen Geschichtsvereins, Kai Lehmann durch seine aktuelle große Ausstellung führen- über Philipp den Großmütigen, dessen Doppelehe den Erfolg der Reformation stark ausgebremst hat. Das jährliche Frühlingsfest des Hessischen Geschichtsvereins am 1. Samstag im Mai schließt sich an, unter anderem mit dem Konzert eines deutschen Liedermacher- Duos. Eine   Wanderung auf geschichtlichen Spuren in der Trusetaler Flur folgt am 28. Mai und am 26. Juni beteiligen wir uns am Tag der offenen Gärten in Thüringen. Spätestens bis dahin müssen einige Gestaltungsarbeiten im Garten abgeschlossen sein im Umfeld des „Pflanzenhauses“ sowie Reparaturen am verrottenden Rankgitter an der Südmauer und zusammenbrechender Trockenmauer Richtung Hangpforte.

Zum 2. Mal wird es auf Todenwarth ein Open air- Konzert des Thüringer Orgelsommers geben, mit Th. Heinke An der Orgel und dem Blechbläserensemble Neva Brass (Bach, Händel, Purcell u. A.). da wäre ich natürlich nicht nur dankbar für schönes Wetter, sondern auch für Kuchenspenden und organisatorische Hilfe am Kaffeebuffet.

Dann „drohen“ auch schon wieder die Vorbereitungen für den Denkmaltag am 2. Sonntag im September, für den ich mir natürlich wieder die bewährten Helfer erhoffe.

An Gaston Wolff von Todenwarth wird in diesem Jahr noch einmal erinnert mit der Ausstellung seiner Bilder, diesmal auf Todenwarth. Sein Geburtstag jährt sich zum 125. Mal. Ich informiere rechtzeitig vor der Vernissage, wie auch vor allen anderen Veranstaltungen.

Der Vortrag über Christoph Gottfried Karl Wolff v. T. ist für Oktober geplant, bis dahin hoffe ich noch einiges über ihn und sein Umfeld zu erfahren.

IMG_3074 kleinerAuch der Abenteurer Paul Wolff von Todenwarth lässt uns nicht los. Nikolai von Koslowski, Regisseur und Produzent für Features und Dokumentationen für die ARD- Rundfunkanstalten, möchte über Pauls Leben ein spannendes Feature machen. Flucht aus Sibirien 1915, bei den Senussen 1916 –1918 in Tripolitanien (dem heutigen Libyen), Bauer im schwärzesten Bayern… Das reparaturbedürftige, über 150 Jahre alte seltene Tafelklavier, welches noch im Schneideraichhof steht, soll eine Rolle dabei spielen. Michael Leifer und ich werden es (hoffentlich) Ende April auf die Warthe holen. Töne im jetzigen Zustand wurden schon aufgezeichnet. Restaurierter Klang soll dann den Schlusspunkt des Features bilden – wenn dem Gerät bis dahin ein paar wohlklingende Töne zu entlocken sind.

 

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“Schneideraichhof bei Altötting Frühjahr 2016″

Frühlingsfest

April 16th, 2016

Frühlingsfest

Frühlingsfest des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 1834 e.V., Zweigverein Schmalkalden,

am Samstag, 7. Mai ab 15 Uhr auf Todenwarth

Es ist schon Tradition geworden, ein Frühlingsfest auf Todenwarth am 1. Samstag im Mai zu feiern. Gäste sind herzlich willkommen, den Nachmittag des 7. Mai auf Todenwarth zu verbringen – bei hoffentlich sonnigem Wetter, bei guten Gesprächen, Kaffee und Kuchen…

Höhepunkt in diesem Jahr (ab 17 Uhr):

Schüller und Bandt

Schüller und Bandt Foto

Ralph Schüller bringt Anfang und Ende, Liebe und Trost, traumhafte Welt- und Sonnenuntergänge, bessere Aussichten und schlechteres Wetter mit einem Augenzwinkern auf die Bühne. SCHÜLLERs aktuelle CD “Alle guten Geister” wurde nicht nur für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert; die Fachpresse sieht den uneitlen Musiker zu Recht in der ersten Liga deutschsprachiger Liedermacher.

Bastian Bandt ist ein feinsinniger Filou, ein Liedermacher der alten Schule, mit Groove und Blues in den Knochen und mit großen Gefühlen. Ob Liebeslied oder Kampflied:Der poetisch-ausdrucksstarke Musiker und Schauspieler aus der Uckermark ist wieder „nach Osten“ (so sein CD-Titel) unterwegs und überzeugt mit Liedern und Texten, die ihm und uns bis dahin noch gefehlt haben.

Beide nicht nur musikalischen Freunde kennen und mögen sich und ihre Musik seit vielen Jahren und treffen seither immer wieder bei gemeinsamen Konzerten aufeinander, um sich mit neuen Liedern zu unterhalten – ein musikalischer Dialog, der überrascht und beim Publikum Kopf und Herz ansprechen wird.

Eberhard Wolff von Todenwarth – ein facettenreicher Zeitgenosse

Oktober 13th, 2015

Presse zum Vortrag am 30. September 2015 auf Todenwarth (veröffentlicht am 9.10. in der STZ – Text und Foto Robert Eberhardt):

Vor drei Dutzend Zuhörern referierte Dr. Kai Lehmann am Mittwochabend anlässlich des 500. Geburtstags von Eberhard Wolff von Todenwarth (1515-1585) auf Schloss Todenwarth über das Leben des „Stammvaters“ der Familie.

 

Für den Schmalkalder Museumsdirektor war es ein Leichtes, in die Lebenszeit Eberhards einzudringen und in gewohnter lebendiger und spannender Weise das 16. Jahrhundert auferstehen zu lassen. Denn das Thema berührte vielfach seine Doktorarbeit, in der er sich mit der Plünderung der gefürsteten Grafschaft Henneberg 1554 beschäftigte. Ohne „Eberhard Todenwarth also kein Dr. Lehmann“ scherzte er und arbeitete heraus, wie sehr diese historische Persönlichkeit die Weichen für die weitere Entwicklung Südthüringens stellte. Denn just in den Monaten der Plünderung der Grafschaft weilte Eberhard Wolff von Todenwarth als Beamter der Henneberger am ernestinischen Hof in Weimar und hatte dort eine überaus wichtige diplomatische Mission zu erfüllen: den Staatsbankrott der Henneberger abzuwenden.

 

Eberhard, der als hennebergischer Kanzleisekretarius, Landrichter, Rat und Amtmann zu Schleusingen als hoher Beamter 35 Gulden im Jahr verdiente, musste eine Lösung für die gewaltigen Schulden der Grafschaft in Höhe von 200.000 Gulden finden und erzielte dabei einen fulminanten Erfolg: das ernestinische Herzogshaus überwies 130.470 Gulden. Die Schuldenkrise war damit gelöst – allerdings gegen die Zusage, dass das Henneberger Land bei einem kinderlosen Ableben der Grafen in sächsische Hände fällt – was 1583 dann auch eintrat. Doch zunächst war Henneberg Dank dieses sogenannten „Erbverbrüderungsvertrag von Kahla“, den die Grafen Wilhelm, Georg Ernst und Poppo von Henneberg-Schleusingen am 1.9.1554 unterzeichneten, gerettet. Wären die Verhandlungen in Weimar anders verlaufen, wäre aus dem Henneberger Land womöglich nie ein wettinisches, also sächsisches, geworden – zu eng waren von Alters her die Bindungen an Franken, stellte Dr. Lehmann klar. Die Geschichte Südthüringens nahm also unter der Verantwortung dieses Todenwarths eine entscheidende Wende, eine Orientierung gen Mitteldeutschland.

 

Während Eberhard in Weimar verhandelte, litt die Bevölkerung Hennebergs im Juli, August und September 1554 immens, denn 6000 unbezahlte Söldner marodierten durch die Grafschaft, weil sie während des Zweiten Markgräflerkrieges nicht bezahlt wurden und von den Siegern (die Hochstifte Bamberg und Würzburg sowie die Reichsstadt Nürnberg) in die kleine, militärisch schwache Grafschaft Henneberg geschickt wurden, um sich als Entschädigung für ausstehenden Sold selbst zu bedienen. Henneberg lag an der nördlichen Peripherie des fränkischen Reichskreises und nahm im Markgräflerkrieg eine neutrale Rolle ein; nicht zuletzt wegen Elisabeth von Rochlitz, die seit 1547 in Schmalkalden residierte und den geächteten Markgrafen Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach zwei Mal gegen ausdrücklichen Wunsch beider Schmalkalder Landesherren beherbergte, hatte man Grund, die Henneberger als Komplizen des Geächteten zu sehen und sich so der unbezahlten Söldner zu entledigen. Plünderungen und grausamste Taten nahmen in den hiesigen Ämtern viele Schrecken des Dreißigjährigen Krieges vorweg.

 

Außer seinen Amtsgeschäften ist über den „Jahreswolff“, den Dr. Jochen Halbig und der Freundeskreis Todenwarth e.V. für 2015 auswählten, wenig bekannt. Am 20.9.1515 wurde er als einziges Kind des hessischen Amtmanns Antonius (Thönges)Wolff von Todenwarth auf der Feste Stein am Rhein geboren. Noch nicht bewiesen, aber in einer familiengeschichtlichen Chronik überliefert, ist die spannende Anekdote, dass der französische König Franz I. 1519 anlässlich der Kaiserwahl in Frankfurt im nahen Rüsselsheim bei Antonius geheim Unterkunft nahm und an dem vierjährigen Jungen Eberhard ein solches Wohlgefallen fand, dass er den Vater bat ihn an den französischen Hof mitnehmen zu dürfen. Doch Antonius lehnte ab. Mit seiner Ehefrau und diesem einzigen Sohn (die Töchter waren alle verstorben) zog er 1526 zurück auf das Familienlehen, die Todenwarth, weil er zwar ein exzellenter Kämpfer war und u.a. für Philipp von Hessen große Erfolge gegen Franz von Sickingen erlangte, aber als Zivilbeamter mit der Bevölkerung im südhessischen Gebiet rau und ungerecht umging und daher als Amtmann abgesetzt wurde. Eberhard wuchs daher im Stammland der Familie auf und konnte hier seine Karriere angehen. Von großem Vorteil für seinen politischen Einfluss war ohne Frage die Heirat mit Anastasia, der Tochter des hennebergischen Kanzlers Johann Jäger 1544. Der Ehe entsprangen sechs Söhne und vier Töchter, wovon u.a. zwei Advokaten am obersten Gericht des Reiches, dem Reichskammergericht in Speyer, wurden, andere in der Region verblieben, wie Ortholf, über den etwa zahlreiche Schmalkalder Familien Todenwarth-Ahnen in ihre Stammbäume geschrieben bekamen oder Margaretha, die den hessischen Landrentmeister in Schmalkalden, Heinrich Zöllner, heiratete und deren Nachfahr in der 8. Generation Johann Wolfgang von Goethe ist.

30. September 2015, Todenwarth

Lieder und Balladen auf der Todenwarth am 11. Juli 2015 um 19:30 Uhr

Juli 2nd, 2015

„Wenn ich zwei Leben hätt, dann würde ich eines ausprobieren.“

bettijörg

 

 

 

 

 

Schlager, Balladen , Geschichten aus einem fast vergessenen Land – Versuch einer Erinnerung für Dabei und- Nichtdabeigewesene

Bettina Riebesel und Jörg Dathe zur Zeit Schauspieler am Luzerner Theater, wurden in der ehemaligen DDR geboren und verlebten dort bis zum Fall der Mauer 1989 Kindheit und Jugend.

Erinnern Sie sich noch an die schönsten Melodien des Ostens?

Lieder unter anderem von Magdeburg, Reform, Karat, Lift den Phudys und vieles andere mehr.

… wer Bettina Riebesel und Jörg Dathe mit “Ballalaladen” oder “Reinecke Fuchs”
auf Todenwarth erlebt hat, ahnt was ihn erwartet – und wird sicher nicht enttäuscht

Herzlich willkommen am Sonnabend, den 11. Juli, 19.30 Uhr!