Jahreswolff 2015

März 29th, 2015

Eberhardt Freiherr Wolff von und zur Todenwarth

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20.9.1515 – 30.5.1585

Eberhard Wolff von und zur Todenwarth  war Hennebergischer Kanzleisekretarius, seit 1550 Landrichter, Rat und Amtmann zu Schleusingen.Verheiratet seit 1544 mit Anna Wölflin genannt Jäger, Tochter des Hennebergischen Kanzlers Johann Wölflin gen. Jäger, 10 Kinder. Eberhard ist Großvater von Anton Wolff v. Todenwarth, Hessischer Kanzler von 1624 – 39, und Johann Jacob, Mitunterzeichner des Westzfälischen Friedensvertrages 1648. Zehntes Kind war die Tochter Margaretha,  verheiratet mit dem Hessischen Landesrentmeister Heinrich Zöllner, Vorfahrin von Johann Wolfgang von Goethe.  

Abbildung: aus „Sacrarium Wolffiacum, das ist das große wolffische Stammbuch“ – lateinisch geschriebene Familiengeschichte mit Wappendarstellungen, Stammbäumen, Portraits von Anton, seinem Sohn und der direkten Vorfahren (Öl auf Pergament, Andreas Hulle, ca. 1630) – Archiv Darmstadt

Vortrag: Illegal durch das Land des „grossen Bruders“

November 23rd, 2014

Am Freitag, den 28. November 2014, 19.30 auf Todenwarth:

Uwe Wirthwein (Gründer und Chef von „Lehmprojekt“, Behrungen) erzählt von Abenteuerreisen in den 80er Jahren. Spannende Abenteuer, interessante Bilder :

UDF – Unerkannt durch Freundesland

Abenteuerlust ließ Ostdeutsche in den 70er und 80er Jahren Mauern und Grenzkontrollen überwinden, abenteuerliche illegale „Urlaube“ in der damaligen Sowjetunion vom Kaukasus bis Sibirien erleben. Eines der Ziele von Uwe Wirthwein und Freunden war zum Beispiel, im selbst gebastelten Eissegler im Winter über den zugefrorenen über den Baikalsee zu segeln.

Eissegler

Uwe Wirtswein und seine Freunde mit ihrem Eissegler auf dem Beikal/Foto: privat

Die Idee stammte aus einem DDR-Comic und war ebenso reizvoll wie waghalsig: Fix und Fax (Autor Jürgen Kieser, ab 1958 in „Atze“ veröffentlicht), zwei freche Mäuse, basteln sich in einer Folge aus Langeweile einen Segelschlitten und haben einen Heidenspaß, damit übers Eis zu brausen. Als Kind liebte Uwe Wirthwein diese Geschichte. Als 27-Jähriger Student in Dresden wollte er sie selbst erleben. Er überredete Freunde, das abenteuerliche Gefährt nachzubauen und auszuprobieren – und zwar auf dem Baikalsee, dem fernen der Sehnsucht, an den Ostdeutsche auf eigene Faust eigentlich gar nicht fahren durften.

Und so kam es, dass im März 1988 fünf junge Männer aus Dresden Bauklammern und ein selbstgenähtes Nylonsegel über die Grenze schmuggelten, sich mit 36 Kilogramm schweren Rucksäcken bis nach Sibirien durchschlugen, dort Bäume fällten und schließlich einen riesigen Segler mit fünf Meter langem Mast aufs Eis des Baikal setzten. Sie reisten „Unerkannt durch Freundesland“ (UdF) und waren Teil einer Bewegung, von der bis zum Ende der DDR nur Eingeweihte wussten.

Doch dies war nur eines der Abenteuer von Uwe Wirthwein und seinen Freunden in den 80er Jahren bei mehreren „illegalen“ Reisen in den Kaukasus und den „fernen Osten“.

Gaston Wolff von und zu Todenwarth

November 10th, 2014

„Erinnerung an den sinnlosen Tod des Gaston Wolff von und zu Todenwart vor 100 Jahren“!

Herzlich Willkommen zur Gedenkausstellung im Museum Schloss Wilhelmsburg, Schmalkalden

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die Presse von der Eröffnung am Mittwoch 12. November 2014

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Vereinsexkursion 3. – 5. Oktober 2014

Oktober 23rd, 2014

Die diesjährige Vereinsexkursion führte uns ganz in den Westen Deutschlands nach Aachen und Umgebung. Ausser dem Karlsdom besuchten wir auch Brügge und den Deutschen Soldatenfriedhof in Vladslo/Flandern.

Dom und Octagon

Der Achner Dom (Marienkirche); unten die Decke des Octagons – im Kern karolingisch

 

 

 

 

karlsdom

Im Karlsdom – hinter dem Altar der Schrein mit den Gebeinen Karls des Grossen; unten die vergoldete Büste und das Armreliquar Karls des Grossen

 

 

Brügge MArktplatz Fiaker

Fiaker auf dem Marktplatz von Brügge mit seiner typischen Bebauung

Soldatenfriedhof

Vladslo – Deutscher Soldatenfriedhof; „Trauerndes Ehepaar“ von Käthe Kollwitz; unten: hinter uns das Gräberfeld, auf jeder Platte stehen 20 Namen, auf der 2. Grabplatte in der Mitte steht Gastons Name, auf der Ersten vor dem „Trauernden Vater“ der von Peter Kollwitz, gefallen mit 18 Jahren im Oktober 1914.

 

 

Denkmaltag 2014 – 14. September 11-17 Uhr

September 11th, 2014

alt und jetzt

Auch diese Jahr werden die Tore der Warthe wieder für Freunde und Interessierte am Denkmaltag, zwischen 11 und 17 Uhr geöffnet sein.

Herzlich Wilkommen!

Die Zwick-Schafe sind wieder da

September 11th, 2014

Schafpresse 6.9.14

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Der Grenzadler ist zurückgekehrt

September 11th, 2014

Presse nach Einbau Juli 14

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Lesung auf der Todenwarth – Karen Nieberg

Januar 21st, 2014

am 1. Februar 2014 19:30Uhr

Karen Nieberg“ (Birgit Jäckel – „Die Druidin“) liest aus ihrem neuen Roman :

Todenwarth – Epitaphien

Januar 21st, 2014

Vor etwa 12 Jahren hatte ich in der Nord-West-Ecke des damals noch kaum „Park“ zu nennenden Warthe- Terrains Fundamente eines früheren „Mauerhauses“ ergraben. War es eine kleine Bastion gewesen, ein mittelalterlicher Ausguck über die Werra – ins „Ausland“? Dr. Jasper, Besitzer 1922 bis zu seinem Tod 1951, hatte dort seinen Schießstand. Das war die letzte Verwendung dieses Fleckchens. Wie wäre es, dort ein kleines museales Gebäude aus Sandstein zu errichten für zu DDR- Zeiten verschwundene steinerne Kunstwerke?

Seit einigen Jahren steht nun dieses Mauerhäuschen wieder, ohne dass es die Spur einer Hoffnung gab, die steinernen Bildwerke aufzuspüren.  Bis Januar 2011, bis zu einem Anruf von Renate Wagner aus Jena.  Sie erzählte, fast nebenbei, dass sie vor Silvester versehentlich zur falschen Tür in einen Laden gehen wollte – da waren Epitaphien in der Wand eingemauert, deren Ursprung für sie eindeutig Bereich Schmalkalden war.  Ihr schwaches Handyfoto war  für mich eindeutig: es waren die Gesuchten! Seit 1909 auf Todenwarth, deren Verkauf nach dem ersten Weltkrieg, 3. Reich, DDR  sie weitgehend überdauerten bis zum „Verschwinden“ um 1980 …. und Niemand, der es wissen müsste, will etwas gewusst haben…..

 

Es hat noch über zwei Jahre gedauert, bis die Epitaphien die Rückreise antreten konnten. Verhandlungen mit Hausbesitzer und Verwaltung – man wünschte historischen „Ersatz“  – der war zu organisieren – doch zwischenzeitlich wurde das Haus „mit Inhalt“ weiterverkauft. Neue Verhandlungen – historischen Ersatz? „Nein Danke, machen Sie ein finanzielles Angebot!“ Grübeln, beraten – 1000,- je Stein geboten ohne Hoffnung auf Zustimmung. Doch überraschenderweise war der Besitzer einverstanden – verlangte aber, dass seine Architektin das Ganze organisiert: Firmen finden, Ausbau, Wiederherstellung der Flurwand nach dem Ausbau. Und Vorkasse für alles, zusammen praktisch der Kaufpreis mal 3. 

Im Nachhinein bin ich sehr froh, darauf eingegangen zu sein. Die Steine gehören hierher. Sie sind abgesehen vom familienhistorischen Wert ausgezeichnete Bildhauerarbeiten von sicher weit höherem Wert. Und wie in der letzten Jahresversammlung beschlossen, wird sich der Freundeskreis an den Kosten beteiligen. Es wäre also zu wünschen, das unser   Vereinskonto einen kleinen Spendenbauch bekommt!

Handwerkerauswahl erfolgte in Abstimmung mit mir und ich bin sehr froh darüber, eine Steinmetzfirma gewählt zu haben, deren Mitarbeiter mit Ruhe und technischer Perfektion ans Werk gingen. Über 8 Stunden dauerte der komplizierte Ausbau im Juni  aus dem engen Hausflur in Jena, dagegen ging der gut vorbereitete Einbau im Turmhäuschen auf Todenwarth am 19. Juli mit 4 Stunden fast schnell.

Ich bin überzeugt: es war so etwas wie himmlische Fügung, dass die Epitaphien gefunden wurden. Doch wie und warum wurden sie vor Jahrzehnten nach Jena verbracht? das wird noch herauszubekommen sein – viele Beteiligte kommen dafür nicht in Frage.

Die Feinheit, mit der speziell jedes Kleidungsdetail ausgearbeitet ist, ist leider auf dem Foto nicht deutlich erkennbar. Da müsst Ihr schon die Originale ansehen!

 

Jochen Halbig

Freundeskreis Todenwarth:

Konto: 1325003146 – BLZ 84050000 (Rhön- Rennsteig- Sparkasse)

Epitaphien-Wächter

 

Kann ein gusseiserner Adler fliegen?

Januar 21st, 2014

Es war ein erfolgreicher Tag für den Freundeskreis Todenwarth, der 13. Oktober 2006.

Das erste Projekt für die nähere Heimat war gelungen – der nach dem 2. WK vernichtete Grenzstein von 1866 stand erneuert an der Landstrasse zwischen Nieder- und Mittelschmalkalden, der historischen Grenze zwischen Sachsen – Meininger und Hessischem Territorium..

Geschaffen von Adalbert Rost in seinem Fambacher Sandsteinbruch, die gut verankerte gusseiserne Adlerplatte spendete der Schmalkaldische Geschichtsverein, aufgebaut wurde gemeinsam natürlich auch mit entsprechender Technik. 7 Jahre gehörte er zum Bild der Landstrasse.

der Stein steht noch – doch der Adler verschwand vermutlich in der Nacht vom 11. zum 12. November, aus der Verankerung gebrochen von einem kriminellen „Souvenirjäger“, E-Bay- Fun oder, noch schlimmer, Altmetallplünderer.

 

Was wir sprechen oder  schreiben mit Hilfe der  „neuen Medien“  weiß man von Frankfurt bis Washington. Da scheinen wir bestens unter Kontrolle zu sein.  Doch wie stehen die Chancen, solche „Nacht- und Nebelaktionen“ aufzuklären?

 

Es würde helfen, mir ein Stück Glauben an die Zukunft der Region wiederzugeben. 

Dr. Jochen Halbig-Todenwarth

Grenzstein Oktober 2006

Grenzstein Oktober 2006

Grenzstein November 2013

Grenzstein November 2013