Frühlingsfest

April 16th, 2016

Frühlingsfest

Frühlingsfest des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 1834 e.V., Zweigverein Schmalkalden,

am Samstag, 7. Mai ab 15 Uhr auf Todenwarth

Es ist schon Tradition geworden, ein Frühlingsfest auf Todenwarth am 1. Samstag im Mai zu feiern. Gäste sind herzlich willkommen, den Nachmittag des 7. Mai auf Todenwarth zu verbringen – bei hoffentlich sonnigem Wetter, bei guten Gesprächen, Kaffee und Kuchen…

Höhepunkt in diesem Jahr (ab 17 Uhr):

Schüller und Bandt

Schüller und Bandt Foto

Ralph Schüller bringt Anfang und Ende, Liebe und Trost, traumhafte Welt- und Sonnenuntergänge, bessere Aussichten und schlechteres Wetter mit einem Augenzwinkern auf die Bühne. SCHÜLLERs aktuelle CD “Alle guten Geister” wurde nicht nur für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert; die Fachpresse sieht den uneitlen Musiker zu Recht in der ersten Liga deutschsprachiger Liedermacher.

Bastian Bandt ist ein feinsinniger Filou, ein Liedermacher der alten Schule, mit Groove und Blues in den Knochen und mit großen Gefühlen. Ob Liebeslied oder Kampflied:Der poetisch-ausdrucksstarke Musiker und Schauspieler aus der Uckermark ist wieder „nach Osten“ (so sein CD-Titel) unterwegs und überzeugt mit Liedern und Texten, die ihm und uns bis dahin noch gefehlt haben.

Beide nicht nur musikalischen Freunde kennen und mögen sich und ihre Musik seit vielen Jahren und treffen seither immer wieder bei gemeinsamen Konzerten aufeinander, um sich mit neuen Liedern zu unterhalten – ein musikalischer Dialog, der überrascht und beim Publikum Kopf und Herz ansprechen wird.

Eberhard Wolff von Todenwarth – ein facettenreicher Zeitgenosse

Oktober 13th, 2015

Presse zum Vortrag am 30. September 2015 auf Todenwarth (veröffentlicht am 9.10. in der STZ – Text und Foto Robert Eberhardt):

Vor drei Dutzend Zuhörern referierte Dr. Kai Lehmann am Mittwochabend anlässlich des 500. Geburtstags von Eberhard Wolff von Todenwarth (1515-1585) auf Schloss Todenwarth über das Leben des „Stammvaters“ der Familie.

 

Für den Schmalkalder Museumsdirektor war es ein Leichtes, in die Lebenszeit Eberhards einzudringen und in gewohnter lebendiger und spannender Weise das 16. Jahrhundert auferstehen zu lassen. Denn das Thema berührte vielfach seine Doktorarbeit, in der er sich mit der Plünderung der gefürsteten Grafschaft Henneberg 1554 beschäftigte. Ohne „Eberhard Todenwarth also kein Dr. Lehmann“ scherzte er und arbeitete heraus, wie sehr diese historische Persönlichkeit die Weichen für die weitere Entwicklung Südthüringens stellte. Denn just in den Monaten der Plünderung der Grafschaft weilte Eberhard Wolff von Todenwarth als Beamter der Henneberger am ernestinischen Hof in Weimar und hatte dort eine überaus wichtige diplomatische Mission zu erfüllen: den Staatsbankrott der Henneberger abzuwenden.

 

Eberhard, der als hennebergischer Kanzleisekretarius, Landrichter, Rat und Amtmann zu Schleusingen als hoher Beamter 35 Gulden im Jahr verdiente, musste eine Lösung für die gewaltigen Schulden der Grafschaft in Höhe von 200.000 Gulden finden und erzielte dabei einen fulminanten Erfolg: das ernestinische Herzogshaus überwies 130.470 Gulden. Die Schuldenkrise war damit gelöst – allerdings gegen die Zusage, dass das Henneberger Land bei einem kinderlosen Ableben der Grafen in sächsische Hände fällt – was 1583 dann auch eintrat. Doch zunächst war Henneberg Dank dieses sogenannten „Erbverbrüderungsvertrag von Kahla“, den die Grafen Wilhelm, Georg Ernst und Poppo von Henneberg-Schleusingen am 1.9.1554 unterzeichneten, gerettet. Wären die Verhandlungen in Weimar anders verlaufen, wäre aus dem Henneberger Land womöglich nie ein wettinisches, also sächsisches, geworden – zu eng waren von Alters her die Bindungen an Franken, stellte Dr. Lehmann klar. Die Geschichte Südthüringens nahm also unter der Verantwortung dieses Todenwarths eine entscheidende Wende, eine Orientierung gen Mitteldeutschland.

 

Während Eberhard in Weimar verhandelte, litt die Bevölkerung Hennebergs im Juli, August und September 1554 immens, denn 6000 unbezahlte Söldner marodierten durch die Grafschaft, weil sie während des Zweiten Markgräflerkrieges nicht bezahlt wurden und von den Siegern (die Hochstifte Bamberg und Würzburg sowie die Reichsstadt Nürnberg) in die kleine, militärisch schwache Grafschaft Henneberg geschickt wurden, um sich als Entschädigung für ausstehenden Sold selbst zu bedienen. Henneberg lag an der nördlichen Peripherie des fränkischen Reichskreises und nahm im Markgräflerkrieg eine neutrale Rolle ein; nicht zuletzt wegen Elisabeth von Rochlitz, die seit 1547 in Schmalkalden residierte und den geächteten Markgrafen Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach zwei Mal gegen ausdrücklichen Wunsch beider Schmalkalder Landesherren beherbergte, hatte man Grund, die Henneberger als Komplizen des Geächteten zu sehen und sich so der unbezahlten Söldner zu entledigen. Plünderungen und grausamste Taten nahmen in den hiesigen Ämtern viele Schrecken des Dreißigjährigen Krieges vorweg.

 

Außer seinen Amtsgeschäften ist über den „Jahreswolff“, den Dr. Jochen Halbig und der Freundeskreis Todenwarth e.V. für 2015 auswählten, wenig bekannt. Am 20.9.1515 wurde er als einziges Kind des hessischen Amtmanns Antonius (Thönges)Wolff von Todenwarth auf der Feste Stein am Rhein geboren. Noch nicht bewiesen, aber in einer familiengeschichtlichen Chronik überliefert, ist die spannende Anekdote, dass der französische König Franz I. 1519 anlässlich der Kaiserwahl in Frankfurt im nahen Rüsselsheim bei Antonius geheim Unterkunft nahm und an dem vierjährigen Jungen Eberhard ein solches Wohlgefallen fand, dass er den Vater bat ihn an den französischen Hof mitnehmen zu dürfen. Doch Antonius lehnte ab. Mit seiner Ehefrau und diesem einzigen Sohn (die Töchter waren alle verstorben) zog er 1526 zurück auf das Familienlehen, die Todenwarth, weil er zwar ein exzellenter Kämpfer war und u.a. für Philipp von Hessen große Erfolge gegen Franz von Sickingen erlangte, aber als Zivilbeamter mit der Bevölkerung im südhessischen Gebiet rau und ungerecht umging und daher als Amtmann abgesetzt wurde. Eberhard wuchs daher im Stammland der Familie auf und konnte hier seine Karriere angehen. Von großem Vorteil für seinen politischen Einfluss war ohne Frage die Heirat mit Anastasia, der Tochter des hennebergischen Kanzlers Johann Jäger 1544. Der Ehe entsprangen sechs Söhne und vier Töchter, wovon u.a. zwei Advokaten am obersten Gericht des Reiches, dem Reichskammergericht in Speyer, wurden, andere in der Region verblieben, wie Ortholf, über den etwa zahlreiche Schmalkalder Familien Todenwarth-Ahnen in ihre Stammbäume geschrieben bekamen oder Margaretha, die den hessischen Landrentmeister in Schmalkalden, Heinrich Zöllner, heiratete und deren Nachfahr in der 8. Generation Johann Wolfgang von Goethe ist.

30. September 2015, Todenwarth

Lieder und Balladen auf der Todenwarth am 11. Juli 2015 um 19:30 Uhr

Juli 2nd, 2015

„Wenn ich zwei Leben hätt, dann würde ich eines ausprobieren.“

bettijörg

 

 

 

 

 

Schlager, Balladen , Geschichten aus einem fast vergessenen Land – Versuch einer Erinnerung für Dabei und- Nichtdabeigewesene

Bettina Riebesel und Jörg Dathe zur Zeit Schauspieler am Luzerner Theater, wurden in der ehemaligen DDR geboren und verlebten dort bis zum Fall der Mauer 1989 Kindheit und Jugend.

Erinnern Sie sich noch an die schönsten Melodien des Ostens?

Lieder unter anderem von Magdeburg, Reform, Karat, Lift den Phudys und vieles andere mehr.

… wer Bettina Riebesel und Jörg Dathe mit „Ballalaladen“ oder „Reinecke Fuchs“
auf Todenwarth erlebt hat, ahnt was ihn erwartet – und wird sicher nicht enttäuscht

Herzlich willkommen am Sonnabend, den 11. Juli, 19.30 Uhr!

Weitere Veranstaltungen im Sommer 2015 auf der Todenwarth

Juli 2nd, 2015

Tag der offenen Gärten

Im Rahmen des Tages der offenen Gärten (erstmalig im Landkreis) steht Todenwarth am 18. Juli Interessenten offen.
Näheres über www.offene-gaerten-thueringen.de

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Thüringer Orgelsommer

Ein Konzert des Thüringer Orgelsommers am Sonntag, den 19. Juli 15.00 auf der Todenwarth.

Orgelsommer 19.7.

 

 

 

 

 

 

 

Buchvorstellung – Bücherreihe „Der Garten am Haus“

Dr. Annette Seemann (Autorin) und Constantin Beyer (Fotos) haben aktuell eine kleine Reihe bezaubernder Bücher
über Thüringer Gärten im Kontext zur Geschichte der Gärten und der „Gärtner“ veröffentlicht, die nach erster Präsentation in Weimar
von Autoren und Verlag am Sonnabend dem 1. August 17.00 auf Todenwarth vorgestellt werden. In zwei Bändchen sind auch Gärten
unserer Region enthalten.

Garten am Haus 1.8.15.

KAMMERKONZERT MIT DEM CANELLA – TRIO

März 29th, 2015

TODENWARTH
AM FREITAG; DEM 10. APRIL abends halb 8:

Canella-Trio_06

Canella Trio
Heiter und vergnüglich präsentieren sich die drei Musikerinnen vom Canella-Trio: Anna Reuter, Magdalena Wachter und Felicitas Ressel musizieren in der außergewöhnlichen Besetzung von Querflöte, Klarinette und Violoncello in dem 2009 gegründeten Ensemble aus Leipzig.
Klassische Werke von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart oder Joseph Haydn sowie zeitlose Melodien aus Oper, Operette und zeitgenössischer Literatur werden mit Leichtigkeit und Spielfreude dargeboten, die sich auf den Zuhörer übertragen. Die reiche Klangvielfalt dieser Besetzung und die Liebe zum musikalischen Detail machen ein Konzert vom Canella Trio zu einem inspirierenden Erlebnis.

Wer Zeit hat sowie Lust auf einen Warthe – Besuch, „schönes und gutes für Augen und Ohren“, ist herzlich willkommen!

Freundlichen Gruß – Familie Halbig

Jahreswolff 2015

März 29th, 2015

Eberhardt Freiherr Wolff von und zur Todenwarth

eberhardt

20.9.1515 – 30.5.1585

Eberhard Wolff von und zur Todenwarth  war Hennebergischer Kanzleisekretarius, seit 1550 Landrichter, Rat und Amtmann zu Schleusingen.Verheiratet seit 1544 mit Anna Wölflin genannt Jäger, Tochter des Hennebergischen Kanzlers Johann Wölflin gen. Jäger, 10 Kinder. Eberhard ist Großvater von Anton Wolff v. Todenwarth, Hessischer Kanzler von 1624 – 39, und Johann Jacob, Mitunterzeichner des Westzfälischen Friedensvertrages 1648. Zehntes Kind war die Tochter Margaretha,  verheiratet mit dem Hessischen Landesrentmeister Heinrich Zöllner, Vorfahrin von Johann Wolfgang von Goethe.  

Abbildung: aus „Sacrarium Wolffiacum, das ist das große wolffische Stammbuch“ – lateinisch geschriebene Familiengeschichte mit Wappendarstellungen, Stammbäumen, Portraits von Anton, seinem Sohn und der direkten Vorfahren (Öl auf Pergament, Andreas Hulle, ca. 1630) – Archiv Darmstadt

Vortrag: Illegal durch das Land des „grossen Bruders“

November 23rd, 2014

Am Freitag, den 28. November 2014, 19.30 auf Todenwarth:

Uwe Wirthwein (Gründer und Chef von „Lehmprojekt“, Behrungen) erzählt von Abenteuerreisen in den 80er Jahren. Spannende Abenteuer, interessante Bilder :

UDF – Unerkannt durch Freundesland

Abenteuerlust ließ Ostdeutsche in den 70er und 80er Jahren Mauern und Grenzkontrollen überwinden, abenteuerliche illegale „Urlaube“ in der damaligen Sowjetunion vom Kaukasus bis Sibirien erleben. Eines der Ziele von Uwe Wirthwein und Freunden war zum Beispiel, im selbst gebastelten Eissegler im Winter über den zugefrorenen über den Baikalsee zu segeln.

Eissegler

Uwe Wirtswein und seine Freunde mit ihrem Eissegler auf dem Beikal/Foto: privat

Die Idee stammte aus einem DDR-Comic und war ebenso reizvoll wie waghalsig: Fix und Fax (Autor Jürgen Kieser, ab 1958 in „Atze“ veröffentlicht), zwei freche Mäuse, basteln sich in einer Folge aus Langeweile einen Segelschlitten und haben einen Heidenspaß, damit übers Eis zu brausen. Als Kind liebte Uwe Wirthwein diese Geschichte. Als 27-Jähriger Student in Dresden wollte er sie selbst erleben. Er überredete Freunde, das abenteuerliche Gefährt nachzubauen und auszuprobieren – und zwar auf dem Baikalsee, dem fernen der Sehnsucht, an den Ostdeutsche auf eigene Faust eigentlich gar nicht fahren durften.

Und so kam es, dass im März 1988 fünf junge Männer aus Dresden Bauklammern und ein selbstgenähtes Nylonsegel über die Grenze schmuggelten, sich mit 36 Kilogramm schweren Rucksäcken bis nach Sibirien durchschlugen, dort Bäume fällten und schließlich einen riesigen Segler mit fünf Meter langem Mast aufs Eis des Baikal setzten. Sie reisten „Unerkannt durch Freundesland“ (UdF) und waren Teil einer Bewegung, von der bis zum Ende der DDR nur Eingeweihte wussten.

Doch dies war nur eines der Abenteuer von Uwe Wirthwein und seinen Freunden in den 80er Jahren bei mehreren „illegalen“ Reisen in den Kaukasus und den „fernen Osten“.

Gaston Wolff von und zu Todenwarth

November 10th, 2014

„Erinnerung an den sinnlosen Tod des Gaston Wolff von und zu Todenwart vor 100 Jahren“!

Herzlich Willkommen zur Gedenkausstellung im Museum Schloss Wilhelmsburg, Schmalkalden

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die Presse von der Eröffnung am Mittwoch 12. November 2014

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Vereinsexkursion 3. – 5. Oktober 2014

Oktober 23rd, 2014

Die diesjährige Vereinsexkursion führte uns ganz in den Westen Deutschlands nach Aachen und Umgebung. Ausser dem Karlsdom besuchten wir auch Brügge und den Deutschen Soldatenfriedhof in Vladslo/Flandern.

Dom und Octagon

Der Achner Dom (Marienkirche); unten die Decke des Octagons – im Kern karolingisch

 

 

 

 

karlsdom

Im Karlsdom – hinter dem Altar der Schrein mit den Gebeinen Karls des Grossen; unten die vergoldete Büste und das Armreliquar Karls des Grossen

 

 

Brügge MArktplatz Fiaker

Fiaker auf dem Marktplatz von Brügge mit seiner typischen Bebauung

Soldatenfriedhof

Vladslo – Deutscher Soldatenfriedhof; „Trauerndes Ehepaar“ von Käthe Kollwitz; unten: hinter uns das Gräberfeld, auf jeder Platte stehen 20 Namen, auf der 2. Grabplatte in der Mitte steht Gastons Name, auf der Ersten vor dem „Trauernden Vater“ der von Peter Kollwitz, gefallen mit 18 Jahren im Oktober 1914.

 

 

Denkmaltag 2014 – 14. September 11-17 Uhr

September 11th, 2014

alt und jetzt

Auch diese Jahr werden die Tore der Warthe wieder für Freunde und Interessierte am Denkmaltag, zwischen 11 und 17 Uhr geöffnet sein.

Herzlich Wilkommen!