Schloss Herrenbreitungen – Freundeskreis Todenwarth lädt ein:

Oktober 14th, 2010

Fotis Zaprasis

Fotis Zaprasis (1940 – 2002)    –    Bilder und Grafik


Ausstellungseröffnung: Samstag, 23. Oktober 2010, 19.00 Uhr im Schloss Herrenbreitungen

Zur Vernissage erwarten wir Peter Sodann. Er wird an Fotis Zaprasis erinnern mit einer Lesung aus dem von Ralf C. Müller (Leipzig) herausgegebenen Buch „Weggehen- Wiederkommen“ („Zeichen einer schicksalhaften Epoche Griechenlands- zur Erinnerung an Fotis Zaprasis“).   Die musikalische „Umrahmung“ besorgen die Leipziger Virtuosen  Magdalena Wachter (Cello) und Tilmann Löser (Piano). Für das abendliche Programm einschließlich griechischem Imbiss wird um einen  Kostenbeitrag von 10,-€ gebeten.

Fotis Zaprasis wurde 1940 in Nordostgriechenland geboren. Er war eines von etwa 28.000 Kindern,  welche 1950 von den Partisanen im damaligen Bürgerkrieg „gegen rechts“ von ihren Eltern getrennt und  in verschiedene Ostblockländer geschickt wurden- und  dadurch oft für viele Jahre entwurzelt. Fotis wuchs zunächst in einem Dresdner Kinderheim auf, anschließend Ausbildung zum Chemiefacharbeiter in Leuna und Lützkendorf. 1960 bis 65 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, danach war er freischaffend als Maler, Graphiker und Illustrator in Halle tätig, später auch in Groß-Roge in Mecklenburg und Nikiti auf Sitonia/ Peleponnes. Fotis Zaprasis wäre in diesem Jahr 70 geworden – starb jedoch viel zu früh im Jahr 2002. Er hinterlässt ein künstlerisches Werk voller Poesie, voller Mystik und Licht, dem besonders in seinen Aquarellen besondere Bedeutung zukommt.    Dr. Jochen Halbig

Lokalpresse zum Denkmaltag

September 23rd, 2010

SEHEN STAUNEN UND GENIESSEN
Erschienen im Ressort Schmalkalden von „Freies Wort“ und STZ am 14.09.2010:

Der Besucheransturm auf Schloss „Todenwarth“ war zum „Tag des offenen Denkmals“ wieder immens.
Weit mehr als 500 Besucher erkundeten den alten Familiensitz und seine Historie.

uf-todensand

Blick auf die Empfangshalle mit ihrem Fußboden aus Sandsteinquadern: Hier herrschte reges
Kommen und Gehen. Fotos (2): Erik Hande

Fambach – Die Geschichte des Gebäudes reicht vermutlich 1000 Jahre zurück. So alt ist wahrscheinlich
der südliche der beiden zugänglichen Gewölbekeller. Das Schloss bietet den Besuchern einen wahrhaft
herr(schaft)lichen Anblick. Allein die Empfangshalle mit dem freigelegten mittelalterlichen
Steinfußboden begeistert die meisten Gäste. Dazu das liebevoll sanierte Innere des Hauses, welches
Zeugnis der Geschichte und normaler Wohnort der Eigentümerfamilie Halbig zugleich ist.
Im Jahr 1996 hatte Dr. Jochen Halbig das Anwesen seiner Vorfahren erworben. Den seinerzeit
heruntergekommenen Bauzustand zeigte der Gastgeber in einer Präsentation im kleinen Saal, der jetzt als
Vortrags- und Konzertstätte dient. Angesichts der erschreckenden Bilder vom Aussehen der Todenwarth
in der Nachwendezeit lobten die Besucher die Sanierungsleistung der Familie besonders. Mit Akribie,
Ausdauer und dem rechten Gespür für Details gelang die Restaurierung im besten Sinne. Denn der Erhalt
solcher historisch bedeutsamer Häuser und Anlagen nützt wenig, wenn sie heute nicht genutzt werden und
weiter leben.uf-todenansicht

Ein herr(schaft)licher Blick auf Schloss Todenwarth.

Leben ist in die Todenwarth wieder reichlich eingezogen. Davon konnten sich die Besucher fast bis in den
letzten Winkel überzeugen. „Es gab viele gute Gespräche, auch mit Gewinn für die Mitglieder des
Freundeskreises Todenwarth“, betonte Jochen Halbig. Dieser Kreis hatte sich Ende 2005 gegründet und
tritt für den Erhalt der einstigen mittelalterlichen Grenzstation und Wehranlage an der alten Handelsstraße
zwischen Nürnberg, Frankfurt und Leipzig ein. Die Straße führte durch die Warthe, die von Mauern und
Toren umgeben war, was heute noch an der Anlage zu sehen ist. Fünf Jahrhunderte lang war das Schloss
und die Anlage ein Lehen, später waren die Wölffe von und zu Todenwarth die Eigentümer.
Der nördliche Teil mit dem Schloss war jetzt wieder zu besichtigen, im südlichen Teil befindet sich heute
ein Autoservice. Zum „Tag des offenen Denkmals“ erwartete die Besucher neben dem Rundgang durch
das Gebäude auch eine Bändchenweberei aus Wernshausen und ein Topfmarkt aus Wasungen.
Mit besonderer Aufmerksamkeit sahen die Gäste eine Präsentation über den Abriss der einstigen
Kammgarnspinnerei. Der Widerstand gegen den Abbruch war auch von der Todenwarth ausgegangen. Dr.
Halbig hatte sich engagiert, um den Behlert-Bau und das historisch bedeutsame Industrie-Ensemble zu
erhalten. Doch gegen den politischen Willen der Gemeinde Wernshausen mit ihrem Bürgermeister Rainer
Stoffel, gegen den Willen von Schmalkaldens Bürgermeister Thomas Kaminski und gegen den Willen von
Landrat Ralf Luther war vor Jahresfrist letztlich nicht anzukommen. Der Erhalt der Kammgarn konnte
nicht durchgesetzt werden, weil die Politik den Erhalt nicht wollte, fasste Jochen Halbig zusammen. 50
Prozent Fördermittel für den Abriss der Kammgarn-Spinnerei – 1,5 Prozent Förderung für den Erhalt des
Breitunger Schlosses auf dem Burghügel, lautete eine prägnante Aussage in seinem Film.
Die Gastgeberfamilie Halbig hatte sich bereits am Samstag für das Bewahren von Kultur eingesetzt. Sie
läuteten den „Tag des offenen Denkmals“ mit einem Kammerkonzert ein. Cordula Queck an der Geige
und Ines Glöckner am Klavier stimmten auf den Besuchertag ein.

Autor (Text und Fotos) Erik Hande

Wandertour des Freundeskreises im Oktober

September 23rd, 2010

Alle Jahre wieder- Wanderung in der Region mit Familie Zimmermann.

In diesem Jahr:

Wanderung in der Breitunger Flur über Meimers zum Keltendorf (Waldapotheke!), weiter zum Breitunger Ortsteil Farmbach (Geschichte des Rittgergutes, Friedhof – J. und S. Dittmar), weiter nach Herrenbreitungen, dort Einkehr im Schloss.
Rücktransfer mit PKW ist gesichert.

Treffpunkt:
Brücke der Umgehungsstraße Breitungen- Grumbach – am Sonntag, den 17. Oktober 2010, 10.00 Uhr.
Kontakt über Dirk Zimmermann (0160 9041 2221) oder Todenwarth.

mußte leider wegen schlecht Wetter entfallen

Tag des offenen Denkmals 2010 auf Todenwarth

September 4th, 2010

Musik und Lyrik

Samstag, 11.September 2010, 19.30 Uhr

Das spätsommerliches Konzert auf Schloss Todenwarth

mit Gedichten von Hermann Hesse- dargeboten von

Cordula Queck, Violine & Ina Glöckner, Klavier,

war ein Höhepunkt in unserem diesjährigen Veranstaltungskalender.

Dank den beiden


Akteuren!

musik und lyrik

Sonntag, 12.September2010, stand die Warthe allen Besuchern offen von 11 bis 17 Uhr.

Neben Führungen, einem kleinen Topfmarkt und „Buchflohmarkt“ wurde  außer der Powerpoint- Präsentation über die Restaurierungsarbeiten auf Todenwarth noch einmal an Geschichte und Vernichtung  des Industriedenkmals „Kammgarnspinnerei an der Werra“ mit einer PP-Präsentation erinnert.

warthe von ost beschnitten 2010


Für das leibliche Wohl wurde im Rahmen des Möglichen gesorgt.

Über 500 Neugierige informieten sich über die Restaurierungsfortschritte, bei Kuchen, Kaffee und Schmalsstullen gab es viele interessante Gespräche. Die Präsentation über Geschichte und Vernichtung der Kammgarnspinnerei sahen mehrere hundert Gäste- mit Trauer, teils Entsetzen und Wut….

Herzlichen Dank all unseren Helfern aus Freundeskreis und Familie, ohne die der Tag nicht so gut hätte gelingen können.

Und Dank auch dem Wettergott, der es in diesem Jahr gut mit uns gemeint hat wenigstens am 12. September.

zum Denkmaltag am "Verpflegungszelt"


Samstag, den 17. April abends halb 8 auf Todenwarth:

Juli 23rd, 2010

Birgit Jäckel las aus ihrem 2. historischen Roman

„DER FLUCH DER DRUIDIN“

Mit Spannung wurde er erwartet, vor einem halben Jahr ist er erschienen: Birgit Jäckels 2. Roman aus der sagenumwobenen Zeit der Kelten. Basierend auf historisch belegten Ereignissen um 100 vor Christi, wird ein spannender und ereignisreicher Abschnitt aus dem Leben Sumelis erzählt, der Tochter von Talia – dem „Star“ des ersten  Romans. Wer die Lesung vor 2 Jahren erlebt hat, wird sich gern erinnern, auch an den Bericht in der STZ am 5. Mai 2008.

Birgit Jäckel, geboren in Nürnberg 1980, begann schon mit 14 erste Romane zu schreiben. Nach dem Abitur und einem Semester Biologie studierte sie Ur- und Frühgeschichte, Paläontologie und Alte Geschichte. Nach dem Studium begann sie ihre Tätigkeit für die Right Livelihood Avard -Stiftung (zunächst in Stockholm, dann Erlangen und Berlin), die für den Alternativen NOBEL- Preis zuständig ist.

Die Abschlussarbeit ihres Studiums über eine keltische Siedlung in Süddeutschland brachte sie auf die Idee, über diese Zeit zu schreiben.

birgit

Hier noch einmal ein paar Sätze zum „Fluch der Druidin“:

Boiorix, König der Kimbern, findet keine Ruhe trotz triumphalen Sieges über die Römer 101 vor Christi: ein Fluch belastet ihn: der Fluch, als Versager in die Geschichte einzugehen und nie Erlösung zu finden. Er sendet Nando aus, seinen besten Krieger, die junge Sumelis zu entführen. Sie sei die mächtigste „Zauberin“ der keltischen Welt, ihre geheimnisvolle Gabe soll den bösen Fluch bannen.. Die Spannung des Buches entwickelt sich aus dem Verhältnis zwischen ihr und  Nando.  Dessen düstere Seele zieht Sumelis in ihren Bann…..

Birgit Jäckels Romane sind erschienen bei Droemer- Knaur, die „Druidin“ inzwischen auch in preiswerterer  Taschenbuchausgabe.

Dr. Jochen Halbig – Todenwarth

Auf Todenwarth- Spuren 2010

Juli 20th, 2010

Rund ein Dutzend Vereinsmitglieder des Freundeskreis Todenwarth wandelte vom 11. – 13. Juni „auf Todenwarth- Spuren“ in Frankenberg, Marburg und Gießen. Höhepunkt der Exkursion – der Wiederbelebung der Todenwarthschen Almosenstiftung von 1635.Auf dem Foto die Unterzeichner des der heutigen Zeit angepassten Stiftungsvertrages- Oberbürgermeisterin und weitere Vertreter der Stadt Gießen,Vertreter der Kirche und für die Familie der Wölffe von Todenwarth Antonius W.v.T. und Dr. Jochen Halbig. Zu danken ist die Wiederbelebung dieser Stiftung der Journalistin Dagmar Klein. Ihr war aufgefallen, dass die Stiftung schon  mehrere Jahreruhte. Sie stellte die Verbindung zur Oberbürgermeisterin her, in harmonischer Gesprächsrunde wurde schnell klar- die in  diesem Jahr seit 375 Jahre bestehende Almosenstiftung muss weiter „leben“!Die Satzungsändrung der Almosenstiftung ist besiegelt

Grabhäuschen der Katharina Wolff von Todenwarth auf dem alten Stadtfriedhof Gießens.

Katharina starb (vermutlich an der Pest) am 10. Juni 1635, mitten im 30- jährigen Krieg, während Ihr mann, der damalige hessische kanzler Antonius Wolff von und zur Todenwarth, zu Friedensverhandlungen in Prag weilte. Zu ihrem Angedenken begründete ihr Wiwer die „Immerwährende Almosenstiftung“.  Auf dem Foto- Mitglieder des „Freundeskreis Todenwarth“ , Labrador Finn durfte auch dabei sein. IMG_1682

Frankenberg – an der Gedenksäule von 1798 für Friedrich Konrad Wolff von Todenwarth, der die Ruinen der ma. Burg schleifen ließ, um einen Exercierplatz anzulegen (Einen Park für die Bürger Frankenbergs – jetzt hätten sie lieber ihre Burgruine!)

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Vorträge von Pfarrer Michael Glöckner zur Theodizee

Januar 3rd, 2010

Theodizee heißt „Rechtfertigung Gottes“.

Das Theodizeeproblem ist ein klassisches philosophisches und theologisches Problem für diejenigen religiösen Traditionen, die von der Existenz eines allmächtigen, allgütigen und allwissenden Gottes ausgehen. Es besteht in der Frage, wie die Existenz eines solchen Gottes mit der Existenz des Übels oder des Bösen in der Welt vereinbar sei.(Wikipedia)

Samstag, 20. und 27. Februar und Samstag, 20. März jeweils 19.30Uhr


Artikel aus der STZ zum Vortrag von Michael Glöckner

Samstag, den 21. November 2009 20 Uhr auf Todenwarth:

November 17th, 2009

Zwischen Orient und Okzident – die Abenteuer des Paul Wolff von und zur Todenwarth, Teil II

Djihad, Heiliger Krieg und islamischer Fundamentalismus sind Begriffe, die uns täglich in den Nachrichten begleiten.

Kaum bekannt ist, daß bereits vor über 90 Jahren, im ersten Weltkrieg, das Deutsche Reich versuchte, strenggläubige Muslime  in Nordafrika zu einem Krieg gegen die Kolonialmächte England, Italien und Frankreich zu bewegen. Chef der deutschen Afrika- Mission: der Industrielle Otto von Mannesmann.  1916 verschwand er spurlos….

Rittmeister Paul Wolff von und zur Todenwarth erhielt den Befehl, den Verschollenen zu suchen und lässt sich von einem U- Boot an der Küste Nordafrikas absetzen. Schnell gerät er in einen lebensgefährlichen Strudel von Intrigen und Machtkämpfen zwischen Orient und Okzident.

Nach seiner spektakulären Flucht aus einem sibirischen Gefangenenlager, die ihn durch die Mongolei bis nach Peking führte, sind die Erlebnisse in Tripolitanien – dem heutigen Libyen – das zweite große Abenteuer des Offiziers, der 1876 auf Schloss Todenwarth geboren wurde.

Im Mittelpunkt des Vortrags von Johannes Näumann, einem Urgroßneffen des Freiherrn, steht ein unveröffentlichtes Manuskript über die Afrika – Mission, das Paul nach dem ersten Weltkrieg verfasste.